Berliner Personal

Kein Respekt für Professor Brinkmann
 
Nicht etwa Liebe und Respekt nach einem von Popularität geprägten Schauspielerleben erntete der im Alter von 78 Jahren verstorbene Klausjürgen Wussow alias Professor Brinkmann, sondern Missachtung seiner Berufsqualitäten, ja Hohn und Spott im Angesicht des Todes.
Gehört zur Performance des präzisen Bühnendarstellers, wie allen bekannt ist, doch das klar arbeitende Gedächtnis für den Text, die Gestik und die Mimik im rechten Moment am rechten Platz.
Und war es nicht hinlänglich bekannt, dass es dem siechen Schauspieler an eben diesem Vermögen aufgrund fortschreitender Demenz gebrach.
So kann man sein Haupt nur wenden von der leichenschänderischen Familie des Dahingeschiedenen, die sich in den Kopf gesetzt hat, die Trauerfeier für Professor Brinkmann ausgerechnet in einem Gotteshaus in Berlin namens  Gedächtniskirche anzuberaumen.
 

26. Juni 2007
 

Bei der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters im Rathaus zu Köpenick wurden die Feierlichkeiten empfindlich gestört, als ein staatenloser Eindringling in militärähnlicher Operettenuniform fundamentale Veränderungen in der Berliner Migrationspolitik einforderte. Die herbeigerufene Polizei konfiszierte seinen schartigen Säbel und leitete ein Verfahren wegen terroristischer Verschwörung bei der Staatsanwaltschaft ein.

FDP versäuft ihre Neustart-Chancen                                                               Nach mehreren gleichlautenden Korrespondenten- berichten wird sich die NEUE FDP volltrunken von den eigenen Mutmachspielchen in den sportlichen Wett-Kampf mit allen anderen politischen Parteien stürzen.

Der Mannschaftsaufstellung hat der neue Trainer den eingängigen Namen Röslersche Rotation gegeben.

 

Literatur - Werkstatt PARADOX

satire@paradox-hannover.de